Mainz 05 - Eintracht Frankfurt 2:2
Am 14.10.96 bekam die Arbeit von Wolfgang Frank eine weitere Bestätigung. An jenem Montag war es soweit. Das DSF gab sich die Ehre und übertrug live ein Spiel unserer 05er in voller Länge. Und dies nicht nur, weil der Gegner Eintracht Frankfurt hieß. Ein weiterer Aspekt den ich noch nicht erlebt hatte: ausverkauftes Haus, volle Hütte, 13500 Zuschauer. Wer hätte das vor einem Jahr für möglich gehalten?
Also los geht´s. Aber gleich die Ernüchterung. Die Eintracht geht schon in der 7. Spielminute durch Johnnie Ekström mit 1:0 in Führung. Aber besser in der 7. Minute in Rückstand geraten, als in der 87. Spielminute.
Unsere Jungs waren aber kaum beeindruckt. Im Gegenteil. Angriff auf Angriff rollte gegen das von Nikolov gehütete Eintracht-Tor. Aber ins Tor wollte die Pille einfach nicht rein (trotz zahlreicher Möglichkeiten). Und hätte Dimo Wache kurz vor der Halbzeit nicht diesen Wahnsinns-Reflex gezeigt, hätte die Eintracht sogar eine 2:0 Führung in die Pause mitgenommen.
In der zweiten Hälfte berannten unsere 05er noch energischer das Frankfurter Tor. Und dann in der 55. Minute war es soweit. Bruno Akrapovic (richtig gelesen Bruno) erzielte den längst überfälligen Ausgleich. Der Bann war gebrochen. Und nur 7 Minuten nach dem 1:1 tobte der Bruchweg. Abdul Ouakili hatte das 2:1 für uns nach einer Ecke von Ch. Hock erzielt. Der absolute Wahnsinn. Aber so ab der 75. Minute merkte man auf einmal, daß diese wahnsinnige Aufholjagd unheimlich viel Kraft gekostet hatte. Die Eintracht wurde stärker und drängte jetzt auf den Ausgleich. Dem eingewechselten Timo Reuter gelang es dann, nach einer Unachtsamkeit in der Abwehr das 2:2 für die Eintracht zu erzielen. Dabei blieb es dann bis zum Schluß.
Mein Fazit: Es war ein Superspiel, daß hier am Bruchweg über die Bühne lief. Die Eintracht hätte sich nicht beschweren können, wenn sie 3:1 oder auch 4:1 verloren hätte. Andererseits muß ich sagen, wenn das Spiel noch 10 Minuten länger gelaufen wäre, hätten wir auch noch mit 3:2 verlieren können. Weil einige unserer Jungs mit ihren Kräften doch ziemlich am Ende waren.(hm)
Johannes Benner – 16. November 1996